
Die Tiere des Feldes und des Waldes hatten einen Löwen als ihren König. Er war weder zornig, grausam noch tyrannisch, sondern vielmehr gerecht und sanftmütig und verkörperte die idealen Eigenschaften eines Herrschers. Während seiner Regentschaft erließ er eine königliche Proklamation, in der er eine allgemeine Versammlung aller Vögel und Tiere einberief.
Bei dieser Versammlung entwarf er Bedingungen für einen allgemeinen Bund, in dem der Wolf und das Lamm, der Panther und das Zicklein, der Tiger und der Hirsch, der Hund und der Hase in vollkommenem Frieden und Einklang zusammenleben konnten.
Der Hase, erfüllt von Hoffnung, rief aus: „Oh, wie sehr habe ich mich nach diesem Tag gesehnt, an dem die Schwachen ungestraft neben den Starken ihren Platz einnehmen werden.“ Doch nach dieser Erklärung rannte der Hase plötzlich um sein Leben, vielleicht weil er die unterschwelligen Spannungen spürte, die in der Wildnis noch immer bestanden.
Die Geschichte zeigt, dass selbst die wohlwollendste Führung keine Harmonie unter denen garantieren kann, die von Natur aus Unterschiede in Macht und Wesen haben.
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Gesprächsfragen
- Was repräsentiert der Löwe in Bezug auf Führungsqualitäten?
- Warum glaubst du, dass der Hase das Bedürfnis hatte, wegzulaufen, nachdem er Hoffnung auf Frieden geäußert hatte?
- Wie können wir die Moral dieser Geschichte auf reale Situationen, die wir heute beobachten, beziehen?
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