Bibliothek / Aesop’s Fables

Die Eichen und Jupiter

Eine Fabel, die zugeschrieben wird: Aesop

Die Eichen und Jupiter

Die Eichen traten mit einer Beschwerde an Jupiter heran und sagten: „Wir ertragen die Last des Lebens ohne Sinn. Von allen Bäumen, die wachsen, sind wir am meisten ständig der Gefahr der Axt ausgesetzt.“

Jupiter antwortete bedacht: „Ihr habt nur euch selbst für die Missgeschicke zu danken, die euch widerfahren. Wenn ihr nicht so hervorragende Säulen und Pfähle liefertet und euch als so nützlich für Zimmerleute und Bauern erweist, würde die Axt nicht so häufig an eure Wurzeln gelegt.“

In diesem Austausch lernten die Eichen, dass ihre Nützlichkeit, obwohl ein Segen, sie auch anfällig für die Werkzeuge ihres Überlebens machte.

Die Moral
Die Moral der Geschichte ist, dass der Nutzen und der Dienst für andere zu größerer Verletzlichkeit und Risiko führen können.

Gesprächsfragen

  1. Was haltet ihr von der Beschwerde der Eichen bei Jupiter? Ist sie gerechtfertigt?
  2. Wie spiegelt Jupiters Antwort das Gleichgewicht zwischen Dienst und Verletzlichkeit wider?
  3. Könnt ihr euch an eine Situation erinnern, in der eure Hilfsbereitschaft euch in Gefahr gebracht hat? Wie seid ihr damit umgegangen?

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